Pharmakologie · Immunologie und Onkologie

Pharmakologie: Immunologie und Onkologie im 2. Staatsexamen Pharmazie

Im Bereich Immunologie und Onkologie bündelst Du zentrale pharmakologische Themen des 2. Staatsexamens Pharmazie. Im Fokus stehen DMARDs, Immunsuppressiva, die Immuntherapien bei Multipler Sklerose sowie onkologische Therapien.

Signalwege der Immunantwort sicher einordnen

Wirkstoffe mit Targets und Signalwegen verknüpfen

Typische Prüfungsfragen gezielt vorbereiten

Geeignet zur systematischen Wiederholung

Themengebiete

Antirheumatika (DMARDs)

Methotrexat, Leflunomid, Januskinase-Hemmer und TNFα-Antikörper als zentrale Antirheumatika.

Immunsuppressiva: Calcineurin und mTOR

Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus und Everolimus mit Eingriff in zentrale Signalwege der T-Zell-Aktivierung.

Multiple Sklerose: Immuntherapien und Eskalation

Beta-Interferone und weitere Stufe-1-Therapeutika zur Immunmodulation bei MS.

Onkologische Therapien: Zytostatika und zielgerichtete Therapien

Alkylantien, monoklonale Antikörper und CAR-T-Zelltherapie als wichtige Therapieprinzipien.

Typische Fragestellungen im 2. Staatsexamen

Wie wirkt Methotrexat und wie unterscheidet sich die Wirkung dosisabhängig?

Wie wirkt Ciclosporin und welche relevanten UAWs haben Calcineurin-Inhibitoren?

Was passiert nach Aktivierung des IL-2-Rezeptors und wie greifen mTOR-Inhibitoren ein?

Wie wirken Beta-Interferone bei Multipler Sklerose?

Wie wirken Alkylantien und welche Vorteile haben monoklonale Antikörper gegenüber klassischen Zytostatika?

Beispielhafte Karteikarten

Frage

Wie wirkt Methotrexat und welche Indikation gibt es in niedriger Dosis?

Antwort

In hoher Dosis hemmt Methotrexat die Dihydrofolatreduktase. Dadurch fehlt Tetrahydrofolsäure für die Pyrimidinbasen-Synthese. In niedriger Dosis hemmt Methotrexat die Zellproliferation. Eine wichtige Indikation in niedriger Dosis ist die rheumatoide Arthritis sowe außerdem Psoriasis.

Frage

Wie wirkt Ciclosporin?

Antwort

Ciclosporin diffundiert in die T-Zelle, bindet an Cyclophillin und bildet einen Komplex. Dieser hemmt Calcineurin. Dadurch kann Calcineurin NFAT nicht mehr dephosphorylieren. NFAT kann dann nicht als Transkriptionsfaktor für CD25 und IL-2 wirken, wodurch die klonale Expansion und damit die Immunantwort gehemmt wird.

Frage

Wie wirken mTOR-Inhibitoren wie Sirolimus und Everolimus?

Antwort

Sirolimus und Everolimus bilden zunächst einen Komplex mit FKBP12. Dieser Komplex hemmt mTOR. Dadurch werden S6-Kinase und Cycline nicht mehr ausreichend aktiviert. Die Proteinbiosynthese aktivierter T-Zellen sinkt und die Zellen verbleiben in der G1-Phase. Es kommt zum Teilungsblock.

Frage

Wie wirken Beta-Interferone bei Multipler Sklerose?

Antwort

Beta-Interferone binden an Tyrosinkinase-assoziierte Rezeptoren und aktivieren den JAK-STAT-Signalweg. Dadurch wird die Genexpression immunmodulatorischer Proteine verändert. Konkret wird unter anderem die Expression von MHC-II auf antigenpräsentierenden Zellen vermindert, CTLA-4 vermehrt exprimiert und die ZNS-Infiltration von Immunzellen abgeschwächt.

Wie Du Immunologie und Onkologie sinnvoll lernst

1

Grundprinzipien der Immunmodulation einordnen

Beginne mit den Grundprinzipien der Immunmodulation und ordne DMARDs, Immunsuppressiva, MS-Therapien und onkologische Therapien sauber zu.

2

Wirkstoffe mit Targets und Signalwegen verknüpfen

Verknüpfe danach Wirkstoffe mit ihren zentralen Targets und Signalwegen, etwa NFAT, IL-2-Rezeptor, mTOR oder JAK-STAT.

3

Typische Prüfungsfragen wiederholen

Wiederhole typische Prüfungsfragen zu Methotrexat, Calcineurin-Inhibitoren, mTOR-Inhibitoren, Beta-Interferonen und onkologischen Therapieprinzipien.

4

Zusammenhänge sicher ausformulieren

Lerne die Inhalte so, dass Du Wirkmechanismen, Indikationen und unerwünschte Arzneimittelwirkungen sicher und präzise ausformulieren kannst.

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Wenn Du diesen Bereich systematisch lernen möchtest, beginne mit den Grundprinzipien der Immunmodulation und arbeite Dich von dort über DMARDs und Immunsuppressiva bis zu den onkologischen Therapien.

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